Die Lebensstil-Pyramide

Idee und Konzeption: Dr. S. Kress, Dr. P. Borchert, Dr. M. Kraft Graphik und Design: C. Borchert mit freundlicher Unterstützung durch MSD

Die Lebensstil-Pyramide

Die Philosophie

Die Lebensstil-Pyramide informiert über alle wichtigen Aspekte der Lifestyle-Modifikation und fasst die wichtigsten Gedanken in einem Bild zusammen . Bisher kommen meist Ernährungspyramiden in der Beratung zum Einsatz, die die Bewegung als wichtigste Säule der Lifestyle-Modifikation zu wenig oder gar nicht erfassen. Die AG Sport und Bewegung der Deutschen Diabetesgesellschaft greift diesen Gedanken auf und stellte Bewegung als Basis der Lebensstil-Pyramide dar. Mit dem Schließen dieser wichtigen Lücke wollen wir die Arbeit in der Gesundheitsberatung erleichtern und bereichern.

Die Lebensstil Pyramide

Erläuterungen der Lebensstilpyramide: Angestrebt wird die Normalisierung des Bauchumfangs

Nie:

Verzicht auf Nikotin

Selten:

Konsum von Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, Fruchtsäfte, Softdrinks, Kuchen , Gebäck

Wenig:

Konsum von Alkoholischen Getränken und Zucker,

Häufig:

2-3 Portionen Milchprodukte , je 1-2 Portionen Fleisch, Fisch, Wurst, Geflügel , Eier pro Woche; je 1- 3 Portionen Vollkornprodukte, Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln pro Woche

Täglich:

  • 2-3 Portionen Salat oder Gemüse ;
  • 2-4 Esslöffel Olivenöl + Rapsöl;
  • 2 Portionen Obst;
  • mindestens 1,5 Liter Wasser

Bewegung und Fitness:

  • Bewegung mindestens 30 Minuten oder 5000 Schritte zusätzlich zur Alltagsbewegung pro Tag;
  • idealerweise ein Kombination aus Ausdauertraining (3x pro Woche) und Krafttraining (2x pro Woche)
  • Eine moderater Belastung, nach dem Motto „Laufen ohne schnaufen“ ist gerade in der Einstiegsphase wichtigstes Gebot;
  • In der Beratung baut das DiSko-Schulungsprogram seit vielen Jahre bewährte Motivationsbrücken in den Lebensalltag.

Die Nutzung von Schrittzählern, die Anbindung an ein Fitnessstudio, die Möglichkeit der Verordnung von Reha-Sport und das Rezeptieren von Bewegung in den Arzt- und Beratungsgespräche ist wichtig für die Nachhaltigkeit einer Verhaltensänderung.

Kontakt

www.diabetes-sport.de und www.ab-heute-anders.de

Literatur

1) Ludwig DS JAMA 2002 ; 287: 2414-23
2) Evert A. B. et al. Diabetes Care 2013; 36 :3821
3) Position Statement Diabetes Care 2015;38(Suppl.
4):20-30 4) Colberg S.R.et al. Diabetes Care 2010; 33:147– 167
5) Kemmer FW et al. Diabetologie 2009; 4: S 183–S 186
6) Behrens M. et al. Diabetes Stoffw Herz 2012; 21: 21 – 25
7) Brendahl T. VG et al. BMC Health Services Research 2008, 8:139
8) Bravata D.M. JAMA. 2007;298(19):2296-2304
9) Siegrist M. et al. Diabetes, Stoffwechsel und Herz, 2007; 4: 257-261